F.A.Z. Künstliche Intelligenz

F.A.Z. Künstliche Intelligenz

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00:00:05: Ja, einen schönen guten Tag.

00:00:06: Ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres FZ-Podcast zur künstlichen Intelligenz und wie Sie wissen sprechen wir in diesem Podcast mit unseren Gästen ganz konkret über Anwendungen im Bereich der künstliche Intelligenze was heute bereits funktioniert, was wir atemberaubend finden, was morgen noch möglich sein könnte aber auch darüber was man mit der KI vielleicht gar nicht tun sollte.

00:00:29: Wir das sind

00:00:30: Peter Buchsmann

00:00:32: Und Holger Schmidt, wir beschäftigen uns an der TU Darmstadt am Fachgebiet Wirtschaftsinformatik und in der FAZ Digitalwirtschaft mit dem Einsatz der KI und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit.

00:00:43: In unserer heutigen Folge begrüßen wir sehr herzlich Philipp Ekelmann, er ist Vorstandsvorsitzender der Ekelman AG in Wiesbaden das hier im Jahr die künstliche Unternehmung heute mehr als fünfhundert Beschäftigten entwickelt Steuerungs- und Softwarelösung für den Maschinenbau Kältetechnik, Pharma und Lebensmittelindustrie.

00:01:01: Philipp Echelmann schließe Wirtschaftsingenieurwesen,

00:01:04: wo

00:01:04: schon an der TU Darmstadt und arbeitete anschließend fünf Jahre als Unternehmensberater bei Porsche Consulting.

00:01:10: Zwei Tausend vierzehnt stieg er dann in das Firmenunternehmen ein, zunächst in die Geschäftsprozessoptimierung seit zweizigsechzehn als Vorstandsmitglied und seit November einundzwanzig als Vorstandsvorsitzender.

00:01:21: Damit steht da heute eine super spannende Schnittschelle.

00:01:24: Ein Kerngeschäft ist Automatisierung und die Technologie, die diese gerade selbst neu ordnet, die heißt natürlich Künstliche Intelligenz und deshalb freuen wir uns heute sehr, dass du da bist Philipp.

00:01:34: Schönen guten Tag!

00:01:36: Guten Tag Peter, guten Tag Holger.

00:01:38: Danke für die Einladung.

00:01:39: ich freue mich sehr dabei

00:01:39: zusammen.

00:01:43: Ja starten wir doch direkt.

00:01:45: welche Rolle spielt denn künstliche intelligent bei euch?

00:01:48: Und gab es so einen Moment wo Du sagtest generative KI muss bei uns von der Nebentätigkeit zum Chefthema werden.

00:01:58: Die Edelman AG hat ja über einhundert Softwareentwickler und da spielt KI in der Entwicklung von Software heute schon eine nicht mehr wegzudenken Rolle.

00:02:10: Die Kolleginnen und Kollegen haben sehr früh damit begonnen diese Potenziale herauszufordern, das war quasi so eine Graswurzelbewegung bei uns und es hat auch gut funktioniert.

00:02:22: Gleichzeitig habe ich selbst gemerkt, dass sich diese large language Modelle von OpenAI, Cloud oder Gemini so schnell entwickeln, dass man selbst damit Erfahrung machen muss um mitreden zu können.

00:02:36: Ich kann das ein bisschen vergleichen.

00:02:37: Ich hab am Anfang des Jahrtausends die Internetblüte miterlebt und hab damals gemerkt was da geht und wie viel passiert.

00:02:48: Da war mir klar, auch als Wirtschaftsingenieur, dass ich mich da nicht abhängen lassen darf.

00:02:54: Um das einzuschätzen oder einschätzt zu können was geht und was nicht geht habe ich angefangen mit Clotcode zu arbeiten nachdem ich auch lange Selbstsoftware entwickelt habe.

00:03:07: heute ist es so, dass sich jeden Tag damit Software entwickelt für mich selbst kleine Sachen mache Zuhause aber auch hier in der Firma.

00:03:17: Also der Einsatz ist bei uns exponentiell gestiegen in den letzten Monaten.

00:03:22: Siehst du dich da auch ein Stück weit als Vorbild für die ganzen Kollegen?

00:03:27: Dass du sagst, du als Vorstandsvorsitzender bist Intensivnutzer macht ihr das doch bitte auch?

00:03:34: Auf jeden Fall!

00:03:35: Ich glaube dass es immer schwierig ist von Menschen was zu verlangen und was man nicht selbst bereit ist auch mitzugehen und eben auch um darüber mitreden zu können was die Potenziale ist, wo die KI wirklich Mehrwert bietet.

00:03:51: Was auch ausprobiert worden ist und wo es nichts bringt.

00:03:56: um in den Gesprächen standzuhalten ist es für mich unabdingbar er Erster Hand Informationen Erfahrung gemacht zu haben und deswegen habe ich viele Feierabende investiert und auch viele Wochenenden das Thema und glaube schon dass sich ganz fit geworden wird über die letzten Monate.

00:04:15: Du

00:04:17: hast gesagt, der Einsatz in der KI sei in den vergangenen Monaten exponentiell gestiegen.

00:04:22: Das bedeutet für viele Unternehmen leider auch dass die Kosten ziemlich exponentiell gestiegen sind weil wie wir alle wissen natürlich sehr gute Modelle auch ziemlich teuer.

00:04:34: gleichzeitig ist der Tokenverbrauch bei vielen Unternehmen ... Rasat hochgegangen.

00:04:39: Ist das ein Thema, dass sozusagen nur jeden Tag auf den Tisch hast?

00:04:41: Wie hältst du die Kosten für KI im Griff?

00:04:44: Ist das etwas was jetzt am Anfang nicht so im Fokus aber mit den Agenten geht es ja deutlich nach oben?

00:04:52: ist das etwas, was sich jeden Tag beschäftigt?

00:04:56: Jeden Tag vielleicht nicht, aber es ist schon ein Thema.

00:04:58: Auf jeden Fall ein Thema.

00:04:59: wir haben alle angefangen... ...mit den abo-basierten Modellen zu arbeiten ob das ein Gitsch BD-Abo oder Entshopping, Klot-Abo und da kriegt man das mit den Token erstmal gar nicht so mit.

00:05:13: In dem Moment wo man aber Softwareentwicklungsbasiert arbeitet zum Beispiel mit GitHub Copilot oder so dann bindet man die Modelle ja über AP Keys ein und dann laufen diese Tokenrechnungen hoch.

00:05:26: und bei uns ist es ein Kollege in der IT, der schaut sich das immer an, der vergibt die Schlüssel, der kann auch den Verbrauch sehr gut monitoren.

00:05:34: was machen wir auch auf Wochenbasis?

00:05:36: Was wir aber gesehen haben, ist dass es da eine Lernkurve gibt auch bei den Kollegen.

00:05:44: Am Anfang haben die immer die größten Modelle genommen weil sie für die vermeintlich besten Ergebnisse erzeugt haben.

00:05:50: Inzwischen haben wir aber gemerkt das in einigen Bereichen auch die kleineren Modelle richtig gute Ergebnisse erhalten diesen dann nicht so teuer und die kleinen Modelle sind auch schneller.

00:06:01: Das heißt, die größeren Modelle sind nicht zwangsläufig immer auch die besseren.

00:06:05: Das lernen wir jetzt gerade und er hat letzte Woche mit dem Kollegen darüber gesprochen und hat mir berichtet dass viele Kollegen inzwischen auf die kleinere Modelle umschalten von ganz alleine.

00:06:17: Er guckt auch immer drauf.

00:06:18: Er sagt ihnen auch ihr seid grad dabei eure Limits auszureizen dann schalten sie um.

00:06:25: also es funktioniert ganz gut wenn man das im Blick hält.

00:06:29: Aber die Kosten, das ist natürlich auch die Erwartung in Zukunft.

00:06:32: Die Kosten werden weiter steigen an der Stelle.

00:06:36: Und bleibt die Sache dennoch wirtschaftlich?

00:06:37: Also manchmal ließ man ja in den Medien... Das klingt schon fast wie so eine Art Abgesang.

00:06:41: So nach dem Motto, hey, funktioniert hier doch nicht!

00:06:44: Ist ja viel zu teuer.

00:06:49: Ich mache immer die Rechnungen auf Klaas, die jetzt erstmal ein bisschen auf diesem Abo-Modell basierend.

00:06:55: Aber wenn ich es davon ausgehe, dass so ein Softwareentwickler der hundertsechzig Stunden im Monat arbeitet mal ungefähr hundert Stunden vielleicht vor seiner Entwicklungsumgebung sitzt und da codet und mir so einen Abo... Wenn er vielleicht Hundert Euro im Monats an Tokenkosten oder Anabokosten verdraucht dann sind das bei einem... über einen daumengepeilten internen Verrechnungssatz von fünfzig Euro und das ist jetzt natürlich sehr grob gerechnet.

00:07:26: Sind es irgendwie zwei Stunden, d.h.

00:07:28: jemand muss aus hundert Stunden mit dem Einsatz von KI hundert-zwei Stunden rausholen also zwei Prozent effizienter werden.

00:07:36: wer einmal mit KI gearbeitet hat weiß zwei Prozent.

00:07:41: das erreicht man im Schlaf.

00:07:42: dass ist ganz schnell gemacht.

00:07:45: Also von daher ist die Rechnung, dass das eine gute Investition ist.

00:07:50: Die ist momentan noch relativ

00:07:52: einfach.".

00:07:54: Wenn du sagst zwei Prozent erreicht man im Schlaf?

00:07:57: Wie hoch sind da die Produktivitätsgewinne?

00:07:59: wenn du mal nur auf die Software-Entwicklung schaust?

00:08:02: Gibt dir sehr unterschiedliche Angaben dazu?

00:08:05: Die einen sagen sie haben seit ein halben Jahr keine Zeile Code mehr geschrieben weil das alles die KI macht und haben einen riesigen Sprung hingelegt.

00:08:13: und andere sagen naja das ganze ...testing und überprüfen frisst so viel Zeit hinterher, da ist die Produktivitätsentwicklung doch nicht... ...so groß.

00:08:21: Was sind denn eure Erfahrungen?

00:08:24: Meine ganz persönlichen Erfahrungen damit ist das grundsätzlich wenn man auch Qualitätssicht auf Software schaut es erstmal Produktivität ganz schwer zu messen.

00:08:36: Also Produktivitet gab ja Leute, die haben früher versucht wie Lines of Code zum Messen.

00:08:41: Das war genauso Nichts sagen, wie viele andere Metriken die im Sinne der Produktivitätsmessungen bei Softwareentwicklung auch keine Rolle spielen aus meiner Sicht.

00:08:54: Und wenn man sich aus Qualität das Nummer da drauf schaut und sagt Software die nicht getestet ist muss ich mal per se als nicht funktionabel ansehen.

00:09:01: also Features die ich vorher nicht getested habe können auch nicht funktioniert.

00:09:05: ...die darf ich nicht an Kunden ausliefern, die haben nicht funktioniert.

00:09:10: Dann muss ich sagen ist der Testaspekt ja ohnehin schon mal... ...aus der Gartensgleichung draußen,... ...weil egal ob jetzt die KI was erstellt hat oder ich was erstellte habe.

00:09:18: getestet werden muss das sowieso und ich mach die Erfahrung auch mit meinen persönlichen Projekten,... ...dass die KI schon viele Fehler rein baut aber die holt sie eben auch raus.

00:09:31: wenn ich hier sage wo der Fehler ist und also Das ganze Thema, wer es muss ja getestet werden würde ich aus dieser Gleichung kann man rauskürzen.

00:09:42: Und dann ist die Produktivität weiterhin aus meiner Sicht sehr hoch.

00:09:48: Du ziehst eine Menge heraus also du kriegst ja Vorschläge zur Umsetzung und denke das ist auch ein bisschen so einen Erfahrungseffekt wenn man merkt wie man am besten prompt wird.

00:10:00: Wenn der KI genau vorgebe wie ich die Lösung gerne hätte dann kommt am Ende auch eine Lösung raus, die ziemlich nah an dem ist was ich haben möchte.

00:10:09: Ich spiele zum Beispiel persönlich regelmäßig damit die Prompte oder die Anweisung an DKI auch mal unscharfer zu formulieren eben um konkret auch den Lösungsraum zu öffnen.

00:10:20: und dann kommen dabei auch Sachen raus die ich so gar nicht selbst aufm Schirm hatte aber unter dem Strich wirklich einen Zusatzgewinn sind.

00:10:29: also Ich gehe gar nicht so sehr auf die Produktivitätsschiene, sondern auch da auf die Innovationenschiene.

00:10:35: Es kommen auch Sachen raus.

00:10:37: Die hätte ich mir selbst gar nicht ausgedacht.

00:10:39: Die machen aber Sinn und... ...die kommen eben dadurch, weil dann jemand zweites drauf schaut.

00:10:45: Ich möchte jetzt die KI überhaupt nicht personalisieren oder personifizieren.

00:10:48: Das ist nach wie vor ein Tool.

00:10:50: Aber dieses Sparrings-Effekt den man hat, weil man mit jemandem konkret darüber redet, der permanent permanent auch verfügbar ist, der ist schon groß.

00:11:03: Wenn ich sage diese zwei Prozent die überspringlich auf jeden Fall wie groß das ist weiß ich nicht aber mein persönlicher Schätzung ist deutlich im zweistelligen Bereich.

00:11:15: Ja du hast diese Wirtschaftlichkeit gerade von generativer KI betont.

00:11:20: vor dem Hintergrund nochmal eine andere Frage.

00:11:23: gerade den USA gibt es also viele Ansätze und Ideen dass gerade große Unternehmen sagen, wir wollen messen.

00:11:30: Wir wollen monitorn wie intensiv die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Jenny ein nun tatsächlich nutzen bis hin zu Aussagen wie weil das so ein wirtschaftlicher Vorteil ist werden nur noch diejenigen befördert, die als Intensivnutzer identifiziert worden sind.

00:11:51: Was denkst du denn da?

00:11:54: Das habe ich auch gelesen Und da kam mir direkt eine Geschichte in den Kopf, die ich vor einiger Zeit mal gehört habe.

00:12:02: Ob sie stimmt weiß ich nicht, aber es hat sich bei mir eingeprägt.

00:12:05: und in dieser Geschichte gab's ne Region in Brasilien wo es viele Giftschlangen gegeben hat.

00:12:12: Also hat die örtliche Verwaltung gesagt wir wollen das Leben für die Menschen sicherer machen also gabs ne Prämie wenn er getötete Giftschlange bei der Polizei abgegeben hat.

00:12:22: Das hat dann dazu geführt dass finnige Menschen einfach Gifts Schlangen gezüchtet haben um sie danach bei der Polizei abzugeben.

00:12:29: Und so ein bisschen hat mich das daran erinnert, weil das mit der Tokenmessung aus meiner Sicht das Gleiche ist.

00:12:36: also wenn ich jetzt Menschen anrege viele Token zu verbrauchen dann da werden Sie das tun.

00:12:42: ob der Output dann guter ist auf einem ganz anderen Blatt.

00:12:48: Ich kann durch Nutzungen von anderen Modellen oder durch das Erzeugen von Schleifen, ganz viele Token in den Verbrauch bringen.

00:12:57: Aber da kommt der Nutzensteig nicht und deswegen halte ich von dieser Metrik überhaupt nichts.

00:13:05: Gibt es ja momentan viele Softwarehäuser die unter Druck stehen?

00:13:09: Weil man davon ausgeht dass die KI künftig die Softwareentwicklung weitgehend automatisiert und man redet viel über Burggräben, Teure Software, ein Stück weit cannibalisiert.

00:13:25: Man sieht es ja bei vielen großen Software-Unternehmen, dass deren Kurse dadurch massiv gefallen sind.

00:13:31: Wie schätzt du das ein aus der Praxis?

00:13:33: Ist das aus seiner Sicht eine komplette Übertreibung des Marktes oder ist da was dran?

00:13:38: Weil sich schon die Art und Weise wie Software entsteht hat sich wesentlich verändert und diese Burggräben sind ja manchmal halten sie, manchmal werden sie nicht mehr halten.

00:13:51: Wie würdest du das einschätzen aus deiner Sicht?

00:13:53: Ist es eine Übertreibung oder ein realistischer Vorkampf darauf dass Software ein ganz anderes Geschäftsmodell braucht?

00:14:03: Ich habe diesen Hype auch miterlebt in diesem Verfall der Softwarekurse an den amerikanischen Börser als die KI die ersten KI-Themen hochgekommen sind.

00:14:17: Und am Anfang habe ich das für eine massive Übertreibung gehalten, weil ich mir nicht vorstellen konnte dass das Thema Softwareentwicklung so stark beeinträchtigt werden würde.

00:14:27: Ich hab neulich einen sehr guten Begriff gehört und der hat sich bei mir eingeprägt.

00:14:31: Das ist der Begriff der Backwerfsoftware.

00:14:35: Also wir haben früher immer Software, weil wir haben Software gekauft Weil die Softwareentwickelungen einfach was sehr Aufwendiges gewesen ist man deswegen sich das häufig nicht selbst geleistet hat.

00:14:48: Und inzwischen ist es so, dass wir zwischen dem Zeitpunkt wo wir hier intern eine Idee haben ein Workflow über einen Werkzeug zu verbessern, Softwarewerkzeug zu verbessern und der tatsächlichen Umsetzung das heißt bis dann ein Kollege oder eine Kollegin diese Umsetzung auch testen kann.

00:15:09: da vergehen inzwischen wenige Tage mit Userinterface, mit Datenschutzkonzept.

00:15:14: Mit Nutzerdokumentation und das war der Moment wo ich das schon nachvollziehen konnte dass viele Softwarefirmen hier stark unter Druck geraten.

00:15:24: Ich kann mich selbst gut daran erinnern dass wir das noch gar nicht lange her für so ein kleines Programm DUDEL hieß es oder heißt es glaubt gibt's noch zur Termin Koordination unter mehreren Menschen.

00:15:36: da hat man für Premium Account sechs Euro im Monat bezahlt.

00:15:41: Naja, das kann ich heute in der KI innerhalb von einem halben Tag entwickeln lassen und tun.

00:15:46: Das ist nicht mal großaufwendig sind Datenbank dahinter eine Web-Oberfläche vielleicht ein Authentizierungskonzept und eine E-Mail Anbindung und dann ist das Thema fertig.

00:15:58: dass solche Softwarehäuser die so kleine Lösungen machen diese werden in meinen Augen stark unter Druck geraten.

00:16:03: Und gleichzeitig gibt es glaube ich noch einen weiteren Aspekt nämlich Es gab vor vielen Jahren Jahrzehnten mal Trend, dass man gesagt hat Software-Systeme reden miteinander über diese EDI Schnittstellen.

00:16:20: Electronic Data Interchange heißt das.

00:16:22: Das hat sich in der Industrie bei ganz großen Unternehmen durchgesetzt aber bei vielen kleinen nicht.

00:16:27: Warum?

00:16:28: Weil viele von diesen Schnittstellen auch sehr proprietär sind.

00:16:32: In dem Moment wo ich eine KI an dieser Schnittstellersetze die sagt Ich nehme das was kommt und ich übersetzt es On the fly in das, was mein Zielsystem braucht.

00:16:42: Krieg ich solche Schnittstellen deutlich effizienter gestaltet und wurde das Unternehmen bisher überhaupt nicht angesetzt haben?

00:16:51: Werden die das in Zukunft tun?

00:16:52: Davon bin ich überzeugt!

00:16:53: Das heißt viele Softwarehäuser insbesondere diejenigen diese kundenspezifische Software für ihre Klienten realisiert haben, die werden massiv unter Druck geraten.

00:17:06: Die wird es weiterhin geben, aber die werden möglicherweise eben nicht mehr mit einem Team von zehn Mann auflaufen sondern noch mit zwei oder drei und die prompten eben richtig.

00:17:15: Und wir haben eine Infrastruktur im Hintergrund, die dann KI basiert was umsetzt und auch gleichzeitig testet.

00:17:28: Was denkst du?

00:17:29: Was passiert mit den großen Platzhirschen?

00:17:31: so eine Salesforce, eine SAP beispielsweise Kann ich mir jetzt persönlich nicht vorstellen, dass ein CIO sagt okay.

00:17:39: Ich gehe das Risiko ein, dass irgendwie mithilfe von Claude oder was welchen Tool auch immer jetzt eine Finanz eines eine Marketing Produktions Software entwickelt wird.

00:17:52: Gab ja mal den alten Spruch immer no one ever gets fired.

00:17:55: vorbei.

00:17:55: in SAP gibt's Da jetzt.

00:18:00: anlässt du zu denken, dass sich da die Welt auf den Kopf gestellt hat?

00:18:03: Dass die CIOs auf einmal Mutiger sind.

00:18:06: Ich meine, das Mutig nicht gleich mit Klug wohl gemerkt.

00:18:09: Ja ich glaube, dass man das unterscheiden muss.

00:18:13: Es gibt so geschäftskritische Prozesse, die ja auch von Wirtschaftsprüfern abgenommen werden müssen

00:18:19: etc.,

00:18:19: also sowas wie was eine SAP tut oder Microsoft mit Dynamics oder Salesforce teilweise.

00:18:27: Sowas... rauszunehmen, das kann ich mir in absehbarer Zeit nicht vorstellen.

00:18:33: Dass es wirklich massiv unter Druck gerät.

00:18:38: Kleiner Software durchaus und man muss auch sagen dass die großen Software-Häusern sich ein Office-Programm an, was hat sich in den letzten zehn Jahren noch substanziell weiterentwickelt?

00:18:53: für Für den Autonomaliuser, die meisten Nutzer nutzen das als erweiterte Schreibmaschine.

00:18:59: Excel ist für viele eine Tabelle.

00:19:01: Die Power-User brauchen vielleicht die einen oder andere Funktionen oder Funktionalität, die eben nur diese Premiumprodukte bieten.

00:19:11: aber viele werden auf Open Source Lösungen umsteigen davon bin ich überzeugt und die würden auch massiv profitieren durch eben durch eben KI-Nutzung oder Beiträge von KI.

00:19:23: Das heißt auch die großen werden dadurch unter Druck geraten, wird eine SAP verschwinden?

00:19:28: aus den Unternehmen?

00:19:29: glaube ich auf keinen Fall genauso wie es auch IBM immer noch gibt.

00:19:34: Die werden eben andere Rollen erfüllen.

00:19:38: möglicherweise wenn sich auch die Rollen von diesen SAP sweeten im Zurück drängen zu auditierenden Kernprozesse und das was sich außen rumbauen etwas schneller und auch flexibler sein muss, dann kommt eben das ein oder andere KI-Werkzeug dazu.

00:19:55: Da wo es nicht um einen auditierten oder auditfähigen Prozess vom Wirtschaftsprüfer abgenommen geht kann ich mir das sehr gut vorstellen.

00:20:04: Gibt's denn im Bereich Softwareentwicklung irgendwelche Dinge von denen du sagen würdest?

00:20:09: Das sind Punkte die die generative KI-Klammer auf noch nicht kann!

00:20:15: Ja, ich denke wenn... Wenn man sich die Programme anschaut, ich habe gerade eben von Dougal als Beispiel gesprochen.

00:20:24: Da ist ja die Funktionalität relativ überschaubar.

00:20:27: Das kriege ich relativ gut begriffen.

00:20:29: das passt auch wunderbar in so einen Kontextspeicher Von der KI.

00:20:33: Die Limitation die wir momentan wahrnehmen ist ja das Thema Speicher.

00:20:37: also wie viel passt in den Arbeitsspeicher von der KI rein?

00:20:40: Wie groß ist das?

00:20:42: Ist das Kontextfenster?

00:20:44: wenn das Kontexfenster irgendwann zu groß wird dann wird es schwierig und geht es ja los mit Subagenten, die dann orchestriert an Themen arbeiten.

00:20:54: Jeder wieder seinen Kontextfenster bearbeitet.

00:20:58: An der Stelle werden wir schon noch große Entwicklungen sehen.

00:21:06: wo ich immer wieder sehe dass die KI Schwierigkeiten hat ist wenn ich in den Kontext nicht richtig klar machen konnte wofür ich das jetzt brauche.

00:21:18: Und dann kommen da Lösungen raus, die mitunter eben am Thema vorbei sind.

00:21:24: Wer aber mit Softwareentwicklern also menschlichen gearbeitet hat weiß es, dass das durchaus ähnlich sein kann.

00:21:29: Also wenn ich den Software-Entwickler nicht genau erklärt habe wo ich genau hin möchte, ist es eben wie mit jeder menschliche Kommunikation... Dann redet man auch mal wunderbar einander vorbein!

00:21:41: Also long story short an der Stelle glaube ich Softwareentwirkung Da traue ich KI auch eine Menge zu.

00:21:50: Beim Thema Robotik, das ist ja das was Vorredner aus der letzten Folge erzählt hat, KUKA die hat das Thema humanoider Robotik oder embodied AI auch angehen.

00:22:08: da reden wir über einen Kontext wo viel weniger Daten zur Verfügung sind.

00:22:15: Alles, was im Internet steht ist schon digital vorhanden und das haben die ja auch ausgelesen.

00:22:20: Und es war wunderbar zu adaptieren für die KI.

00:22:24: aber darüber hinaus sind die Daten eben so einfach nicht verfügbar und dann werden die Systeme auch so komplex dass ich sie eben nicht so gut vergleichen kann.

00:22:33: Es ist ja wunderbar eine Textverarbeitung oder einen Text mit einem anderen Text zu vergleichern.

00:22:40: Da sehe ich die Übertragbarkeit schwieriger und insbesondere wenn ich dann in Bereiche gehe, wo der Fehler nicht mehr tolerabel ist.

00:22:51: Ich komme ja aus der Automatisierungstechnik bei uns, wenn ich eine Werkzeugmaschine habe, wo eine Achse mit mehreren Tonnen verfährt und auf beiden Seiten ist ein Elektroantrieb und ich spiele jetzt ein bisschen rum und weiß nicht genau, wie rum die Polarität des Antriebs ist und der eine fährt in die andere Richtung, dann habe ich innerhalb von einer halben Sekunde die Maschine in Schott verwendet.

00:23:12: Weil da gerade zwei Elektromotoren mit hundert Kilowatt Leistung die Achse in unterschiedliche Richtungen verfahren haben ist, die Maschinen verzogen ist das Thema durch.

00:23:24: Und die Bereitschaft KI auch so was loszulassen glaube ich wird noch eine lange Zeit eingeschränkt sein weil das Schadenspotenzial einfach viel zu groß ist.

00:23:37: Wie würdest du denn die Rolle der KI jetzt für den deutschen Maschinenbau und für die Automatisierungstechnik generell sehen, ist das für Deutschland die große Chance?

00:23:49: Welt der, der ja, physical AI sprechen wir meistens drüber.

00:23:54: Wo es darum geht sozusagen die physische Welt und die KI-Welt zusammenzubringen.

00:23:57: Ist das eine große Chance?

00:23:59: Hast du das Gefühl dass da auch in Deutschland bei den anderen Mittelschändlern viel passiert in diese Richtung?

00:24:05: Dass sie erkannt haben Hopla mit Hilfe der KI kann ich meine Maschinen schlauer machen.

00:24:09: Ich kann vielleicht sogar ein neues Geschäftsmodell auf Daten basiert entwickeln Und nicht nur jetzt drei Prozent produktiver werden.

00:24:16: Das ist glaube ich ... der Big Case, der uns wirklich ernsthaft voran bringt.

00:24:21: Siehst du da Bewegung auch im Kopf der Leute?

00:24:25: Bedauerlicherweise aktuell noch nicht muss ich sagen.

00:24:27: also... Ich sehe das.

00:24:29: wir alle versuchen.

00:24:31: viele Industrieunternehmen seit Jahren... ...versuchen irgendwo in so genannte Recording Revenues reinzukommen.

00:24:37: Also wiederkehrende Umsätze über Serviceverträge

00:24:40: etc.,

00:24:41: dass es enorm träge.

00:24:45: Also viele Unternehmen ... tun sich insbesondere im Mittelstand enorm schwer, damit... ... ein Abo-Vertrag für irgendwas abzuschließen.

00:24:54: Wo sie möglicherweise so einen Vendorhook in Login haben.

00:25:01: Das ist enorm, enorm trägerlich!

00:25:03: Man kauft lieber als dass man da in solche Abo Modelle oder Lizenzgeschäfte irgendwie reingeht.

00:25:14: Ich sehe bei uns Offengesagten anderen Nutzen.

00:25:18: Wir haben ein sehr hohes Lohnniveau in Deutschland und das ist für uns an vielen Stellen Nachteil, aber im Sachen KI es ist ein großer Vorteil weil für uns natürlich der Effizienzgewinn im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften ein großer ist.

00:25:35: also wenn ich einen deutschen Softwareentwickler um mal dreißig Prozent effizienter machen kann durch Einsatz von einem ... von einem KI-Modell, was ich für hundert Euro im Monat kaufe.

00:25:46: Dann ist natürlich meine ... ... gedachte Marge da drauf.

00:25:51: Die ist viel größer als in der Volkswirtschaft... ... wo der Softwareentwickler nur die Hälfte oder nur das Dritten und ein Drittel kostet.

00:25:59: Wir haben einen hohen Anreiz rein volkswirtschaftlich ... ... auch KI einzusetzen.

00:26:06: Deswegen bin ich davon überzeugt dass es auch gemacht werden wird.

00:26:12: finanzielle Anreize schon immer einen großen Einfluss auf die Entwicklung genommen haben.

00:26:17: Das sind glaube ich, dass wir davon enorm profitieren können.

00:26:20: Dann gibt es natürlich den Aspekt das wir als deutsche Industrie seit vielen Jahrzehnten erfolgreich sind.

00:26:27: also die Installed Base unserer Maschinen ist groß.

00:26:30: Wir verfügen über viele Daten die man vielleicht vorher nicht so richtig zu nutzen wusste, aber mit den richtigen Werkzeugen oder mit KI eben jetzt nochmal ganz anders auswerten kann.

00:26:43: Da sehe ich schon Nutzen.

00:26:47: Die Regulatorik beziehungsweise das ganze Thema Datenschutz macht es für uns natürlich auch ein Stück weit schwieriger.

00:26:53: also wenn ich mich in anderen Regionen dieser Welt eben nicht sehr darum scheren muss ob Maschinenbau oder einem Kunden von mir auf einen Datennutzungsvertrag abgeschlossen habe, dann hindert uns das ein Stück weit daran.

00:27:08: Aber ich glaube dass das Potenzial bei uns schon sehr groß ist.

00:27:14: Wobei man die Story vom Maschinbau und wir haben den Mittelstand in Deutschland, wir haben die Daten, die hört man ja schon extrem lange und viel passiert es nicht.

00:27:28: Ich hätte meine Gegentease, dass es jetzt nicht daran liegt, dass die Mittelständler zu träge sind.

00:27:35: Sondern wir sind ja im Grunde genommen in diesem Bereich wieder in der Ecke von Individualsoftware.

00:27:43: In der Regel müssten Unternehmen diese Anwendungen ob vorausschauende Wartung Qualitätskontrolle etc.

00:27:50: selbst entwickeln.

00:27:52: und ehrlich gesagt kenne ich in diesen Bereich Predictive Maintenance mehr Projekte, die nicht gut funktionieren ... als Projekte, die gut funktionieren.

00:28:02: Und jetzt wird häufig gesagt es ist meine These okay wir haben jetzt Cloud und wir haben ChatGBT und Gemini... ...und wie diese ganzen coolen Modelle heißen die ja wirklich zum Teil sensationell funktionieren.

00:28:12: du hattest selbst darauf hingewiesen aber ich behaupte mal es ist eigentlich ein komplett anderes Spiel ob im Unternehmen Claude für die Softwareentwicklung nutzt, ChatGPT.

00:28:26: Für alle möglichen Bürosachen und Financiels Denn hier bräuchten wir ja auf einmal Expertinnen und Experten Die individuell für jedes Unternehmen Software entwickeln.

00:28:38: Der stimme ich dir zu einhundert Prozent zu.

00:28:41: Ich kann das nur unterstützen.

00:28:43: Predictive Maintenance ist ein Thema dass ich so oft gehört habe Und ich möchte sagen ich hab es noch nie überzeugend umgesetzt gesehen.

00:28:56: Und das liegt in meinen Augen daran, dass in dem Moment wo ich jetzt die Mainstream-Anwendung verlasse und in irgendeine Industriebetrieb gehe dann werde ich da sehr einzigartige Bedingungen vorfinden.

00:29:12: Das heißt diese Maschinen, die der deutsche Maschenbau über Jahrzehnte verkauft hat werden dann für den Endkunden entweder nochmal Kunden spezifisch angepasst, am Ende Customizing oder sie arbeiten im Verbund einer Gesamtanlage die wieder sehr individuell ist.

00:29:30: Das heißt wenn ich über Machine Learning rede um das brauche ja und Predictive Maintenance auch wirklich machen zu können dann habe ich plötzlich wieder keine Vergleichsdaten.

00:29:40: wir wissen ja alle wie viel unglaublich viele Daten KI braucht nutzbare Trainingsergebnisse zu erziehen.

00:29:49: Wenn ich als Unternehmen eine Maschine habe und sage, ich möchte es predictive maintenance haben kann aber die Daten der Maschinen, die mein Lieferant ansonsten so verkauft hat überhaupt nicht nutzen weil sie im ganz anderen Kontext stehen bei dem möglicherweise in klimatisierten oder nicht-klimatisierteren Umgebungen stehen, weil die möglicherweise in viel raueren und besser kontrolliertem Umgebung stehen.

00:30:17: Weil ich noch einen Schichtbetrieb habe, dann merke ich die ganzen Daten kann ich so überhaupt nicht vergleichen und an der Stelle bin ich total bei dir.

00:30:27: Predictive Maintenance ist eine Saudi sehr lange durchs Dorf getrieben worden aber wirklich eine Umsetzung habe ich nicht gesehen Wobei man natürlich auch immer sagen muss, die Industrie rechnet mit spitzen Beistift.

00:30:47: Es geht ja nicht darum, die KI einfach draufzusetzen, sondern man muss sie ja auch anlernen und dass das individuell, wie du es gerade eben gesagt hast, eine Software aus dem rumentwickeln.

00:30:59: Und dann wird der Use Case plötzlich schmal!

00:31:06: Jetzt hatten wir viel über Wirtschaftlichkeit gesprochen, gerade so in der internen Anwendung.

00:31:13: Ich setze selber die Kundenprille auf.

00:31:17: Kommen viele Kunden zu euch und sagen hier, wir hätten gerne KI-Lösungen von euch.

00:31:22: also in dem Sinne ist es für euch auch ein Wettbewerbsfaktor wenn ihr da fit seid in diesem Bereich.

00:31:29: KI ist mit Sicherheit aktuell mindestens mal ...

00:31:34: ein

00:31:35: Element, um die Tür aufzuschließen und mit einem Kunden ins Gespräch zu kommen.

00:31:40: Was geht denn?

00:31:40: Was geht nicht?

00:31:43: Am Ende zählt für den Kunden was unter dem Strich steht.

00:31:46: also wenn die Automatisierungslösung eine Effizienz oder Produktivitätsschub bringt dann ist ihm eigentlich egal ob das mit KI erzeugt worden ist... ...oder ob das aus einem klassischen Programmierprojekt rauskommt.

00:32:00: Also insofern den Kunden interessiert, was das Endergebnis ist.

00:32:05: Und KI – und das haben wir in der Vergangenheit bei uns auch gesehen – wir haben auf Bildverarbeitung aufsetzend Qualitätsüberprüfungen von Bauteilen gemacht, Medikbehälter haben wir überprüft und da konnten wir mit KI-Lösungen unsere klassische Programmierung schlagen.

00:32:27: Also wir haben im Prinzip eine bessere Die bessere Erkennungsrate mit KI-gestützter Bildverarbeitung erreicht als mit klassischer Programmierung.

00:32:35: Das hat funktioniert und der Kunde war bereit, das mit uns mitzuwählen.

00:32:41: Und

00:32:43: sag mal ist der Kunte dann zu euch gekommen?

00:32:45: Hat gesagt wir wollen eine solche Machine Learning Lösung haben oder hatte einfach gesagt ich will ne Lösung haben und macht ihr mal?

00:32:53: Ja er hat gesagt er möchte gerne ... eine robuste Lösung haben, die besser ist als das.

00:32:59: Wir hatten auch das Vorprojekt bereits mit Ihnen gehabt und da hatten wir ... ... ein achtundneunzig Prozent Erkennungsrate... ... und die hieß es dann okay, ihr müsst die ... ... achtund neunzig prozent schlagen.

00:33:08: Und wir haben vorgeschlagen, wir würden das gerne mit KI probieren.

00:33:11: Wir hätten einen mutigen aufgeschlossenen Kunden, der gesagt hat ja, das gehen wir mit!

00:33:18: Das hat sich am Ende auch bewahrheitet.

00:33:20: wenn das viel geschlagen wäre,... wäre das unser Problem gewesen.

00:33:29: Hätten wir andere Lösungen finden müssen, nochmal nachtrainieren müssen, andere Architektur wählen... wie gesagt es war so eine Bildverarbeitungslösung.

00:33:39: vielleicht die Beleuchtung noch mal anpassen aber am Ende zählt das Ergebnis und zwar gnadenlos.

00:33:48: Wenn du mal ein bisschen nach vorne schaust Wie KI heute schon dein Unternehmen verändert hat, also welche Prozesse plötzlich ganz anders laufen.

00:33:58: Wir auch die Verwaltung möglicherweise jetzt einfacher geworden ist weil viele Tätigkeiten eben nicht mehr so wegfallen wie würdest du das wenn mal zwei drei Jahre nach vorne schaust?

00:34:08: wohin geht dass?

00:34:10: kriegen wir Eine schöne neue Welt, in der uns viele der Routine-Tätigkeiten auf die wir eigentlich keine Lust haben von der KI abgenommen werden und wie uns dann doch mehr auf die kreativen anspruchsvolleren Aufgaben konzentrieren können.

00:34:27: Glaubst du an dieses Versprechen oder ist das für dich noch zu weit weg?

00:34:35: Ich sehe es jetzt schon, dass wir als Mittelständesunternehmen mit unserer eigenen Verwaltung Ich habe das vorhin kurz gesagt, innerhalb von drei Tagen neue Softwareprogramme haben die wir vorher gar nicht getraut haben uns zu überlegen oder wir wussten hätten wir kriegen es im Monat und nicht umgesetzt.

00:34:54: Das ist alles KI gestützt.

00:34:55: also das sehe ich heute schon dass KI da möglicherweise nicht zwangsläufig als direkter Interaktionspartner aber als im Hintergrund stehendes Entwicklungswerkzeug massive Verbesserung erzielen wird.

00:35:10: Und das ist so, wir werden also die Effizienz von Personen im Unternehmen massiv steigern.

00:35:20: Davon bin ich überzeugt mit allen Konsequenzen, die da dranhängen.

00:35:27: Also ich muss dann eben ja entweder Zusatznutzen generieren aus diesen Abteilungen, die wir uns vorher nicht erschlossen haben mehr machen oder ich schaffe das Gleiche zu erreichen, brauche aber weniger Ressourcen dafür.

00:35:46: Was auch wieder gut ist, das bringt uns weiter.

00:35:50: Ja, wir stehen alle vor der demografischen Entwicklung die vorkommt.

00:35:54: klar ist wie sich das entwickelt.

00:35:56: gleichzeitig ist die Produktivität in Deutschland in den letzten fünf Jahren nicht mehr gestiegen also eher gefallen und das ist natürlich ein Punkt da müssen wir wirklich mal ran Weil wir verlieren im internationalen Wettbewerb ganz eindeutig an Boden und KI ist natürlich möglicherweise das Tool, dass uns an der Stelle ein Stück weit helfen kann.

00:36:15: Siehst du das ähnlich?

00:36:17: Sind deine Kollegen im Mittelstand auch ähnlich?

00:36:20: Das sehen die ähnlich!

00:36:22: Und ich würde gerne noch einen Aspekt dazu bringen von dem ich glaube, dass eine breiten Medienlandschaft ein Stück weiter falsch verstanden wurde nämlich das Thema junge Talente werden nicht mehr gebraucht oder werden weniger gebraucht.

00:36:36: Das wurde ja auch verbreitet, weil man jetzt sagt hat das was die Jungen können kann die KI auch.

00:36:43: aber ich glaube dass da ein wesentlicher Aspekt und das zahlt auf das Argument von dir gerade hinsichtlich Produktivität ein in dem Moment wo ich junge Menschen einsetze mit einem günstigen oder mit einem KI Werkzeug produktiver mache werden sie in ihrer Produktivität deutlich schneller ausschließen.

00:37:07: zu den älteren Kollegen, erfahreneren Gruppenbüro-Kollegen die eben auch entsprechend teurer sind.

00:37:14: Das heißt diese jungen Kollegen, die sind nicht gefährdet.

00:37:19: Momentan kühlt sich der Arbeitsmarkt in der IT-Branche zum Glück wieder ein bisschen ab.

00:37:23: Der war ja auch total überhitzt.

00:37:27: Aber ich würde mir als junger Mensch keine Gedanken machen, dass ich keinen Job mehr finde.

00:37:32: Im Gegenteil mit den Werkzeugen die wir momentan an der Hand haben kann ich einen jungen Menschen viel schneller in ein Unternehmen integrieren auf unser Standards hochheben weil die KI ihm eben acht Stunden am Tag über die Schulter guckt und ihn assistiert.

00:37:50: Ich sage, ich programmiere aber wie hier bei der Eklman AG Software entwickelt wird das weiß ich gar nicht Ja, aber die KI weiß es und hat das verinnerlicht.

00:37:58: Und die unterstützt ihn dabei und die verhindert dass manchmal Fehler möglicherweise gemacht werden.

00:38:05: Das heißt... Die Lernkurve von jungen Menschen glaube ich wird durch KI eine ganz andere sein als es in der Vergangenheit gewesen ist.

00:38:13: Das heisst dieser Arbeitsmarkt ist gar nicht so disruptiert wie man das denken mag also aus meiner Perspektive zumindest nicht.

00:38:22: Also wenn ich mir meine Absolventinnen und Absolventen anschaue, würde das genau deiner Meinung entsprechen.

00:38:27: Das sieht eigentlich weiterhin gut bis sehr gut aus aber wenn die jungen Leute immer besser werden jetzt nochmal eine andere These trifft dann das Mittelmanagement.

00:38:42: Wenn die immer besser wird, brauchst du als Führungskraft noch diesen mittleren Layer?

00:38:49: Das ist, das sieht man ja bei den großen Unternehmen.

00:38:51: Dass sie genau da jetzt ansetzen und da einmal kräftig durchfegen.

00:39:00: Das hat etwas damit zu tun dass dieses Mittelmanagement in den großen Konzernen auch sehr teuer ist und es gut ist wenn man ein bisschen aufräumt.

00:39:10: Ich denke was Mittelmanagement ist aber an anderer Stelle auch stark unterschätzt.

00:39:15: Also da sind viele Kollegen, die wirklich gute Arbeit leisten und die ja auch einen wichtigen Beitrag in der Betreuung von Menschen leisten weil also Mittelmanagement heißt ja ich arbeite mit Menschen und Menschen sind meine wichtigste Ressource in Anführungszeichen und die zu Hand haben glaube ich das wird auch absehbare Zeit ein wichtiger Aspekt sein.

00:39:39: deswegen Ich glaube auch immer, dass es wichtig ist in Präsenz miteinander zu arbeiten.

00:39:43: Nicht zu hundert Prozent in Präsens miteinander zuarbeiten aber sich auch mal an der Kaffeemaschine zu treffen und in der Kantine nebeneinanderzusitzen Das macht eben auch das Mittelmanagement aus.

00:39:54: rauszufinden, dass der eine gerade ein Problem mit seinen Kindern hat und der andere was er sich zu Hause das Bad neu macht.

00:40:02: Das ist ganz wichtig so etwas mit einzubeziehen und da braucht es Menschen.

00:40:06: arbeiten mit Menschen und Menschen kaufen übrigens auch von Menschen.

00:40:09: also ich glaube, dass mir KI ein Produkt verkauft, dass es im Kontext von erklärungsbedürftigen Produkten glaube ich sehr viel schwieriger abzusehen als umgekehrt.

00:40:24: Ja, das waren spannende paar Fortschritt durch die Welt der Softwareentwicklung und die Welt wie der Mittelständler auf KI blickt.

00:40:31: Vielen Dank Philipp für deine Zeit.

00:40:32: Peter Buchsmann und ich wir melden uns im Oktober wieder mit einem spannenden Thema rund um die künstliche Intelligenz.

00:40:38: vielen dank und bis dahin.

Über diesen Podcast

Einmal im Monat sprechen Peter Buxmann und Holger Schmidt mit Gästen über Einsatzfelder der künstlichen Intelligenz in Unternehmen und die Entwicklung neuer datengetriebener Geschäftsmodelle. Peter Buxmann und Holger Schmidt erforschen am Fachgebiet Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität Darmstadt die Potenziale der künstlichen Intelligenz und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit.

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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